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Virtuelles DDR-Museum für DDR-Spielzeug, DDR-Mode, Wohnkultur, Alltag....

Schlösser I DDR-DESIGN / WOHNKULTUR / SPIELZEUG

1949 bis 1980er Jahre

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links WM 66, rechts ROMO-Waschautomat

Waschmaschinen und Schleudern – DDR (Text: Sylvia Wentzlau)

Firmeninfo: Kraußwerke Schwarzenberg

Die Firma Kraußwerke Schwarzenberg wurde 1897 durch Karl Louis Krauß gegründet. Ab 1902 produzierte Krauß Waschmaschinen. Bereits 1946 wurden die Kraußwerke enteignet. Das Vorkriegsmodell „Turna“ ging 1949 wieder in Produktion. 1952 erfolgte die Namensänderung, aus VEB Erzgebirgische Waschfabrik wurde VEB Waschgerätewerk Schwarzenberg/Erzgebirge. Dieser Firmenname blieb bis 1990 erhalten.

Der VEB Waschgerätewerk Schwarzenberg produzierte ab 1955 die erste in der DDR entwickelte Wellenradwaschmaschine Combi. Bei diesem Modell konnte eine Schleuder in den Waschbehälter eingesetzt werden. Von 1956 bis 1958 entstanden die Combi-Modelle: Combi II, Bella und Reni. Die Combimodelle wurden 1960 abgelöst. Danach folgten die Modelle WM 60, WM 63 und WM 64.

Welcher DDR-Bürger kennt diese Waschmaschinen nicht. Der Name Schwarzenberg war ein Begriff.

1961 entstand der Waschvollautomat WVA 61. 1966 die WVA 66 mit Schleudergang, 1987 der Waschvollautomat VA 68-E.

Die erste Waschmaschine vom Typ „WM 66“ wurde ab 1966 hergestellt. Die Maschine konnte weder spülen noch schleudern. Die Bezeichnung WM steht für Wellenradwaschmaschine. Die Hausfrau benötigte zum Schleudern eine Tischschleuder.

Eine Tortour für die Hausfrau waren die Tischschleudern der Baureihe TS 66. Wie oft ist mir diese Schleuder vom Stuhl gehüpft und hat sich „verselbständigt“. Das Wasser spritzte dann durch den hüpfenden Schlauch durch die Küche. Es war eine Kunst, den unter der Schleuder liegenden Luftring genau richtig aufzublasen, damit die Schleuder nicht unkontrolliert hüpfte oder gar wegrutschte.

Trommelwaschmaschinen ohne Schleudergang wurden ab 1958 hergestellt. Die erste teilautomatische Trommelwaschmaschine war die TM 58. Der erste Waschvollautomat mit Bodenbefestigung, die WA 61, ging 1961 in Produktion. 1966 wurde der Nachfolger, die WA 66 ohne Bodenbefestigung, vorgestellt.

Zur Unterscheidung der Waschmaschinen:

WA ohne Schleudergang, WVA mit Schleudergang

Waschvollautomaten kosteten 2500 DDR-Mark, Waschautomaten 1450 Mark. Eine Wellenradwaschmaschine 640 Mark und eine kleine Schleuder 280 Mark.

Vergessen Sie hier bitte nicht den kleinen Verdienst des durchschnittlichen DDR-Bürgers. Das durchschnittliche monatliche Nettoeinkommen lag in den 60er Jahren der DDR unter 470 Mark und in den 70er Jahren unter 650 Mark.

Im Handwerk, bei Ingenieuren und bei Selbständigen lagen die Verdienste höher. Rentner hatten ungefähr die Hälfte. Frauen verdienten weniger als Männer. Bis zum Konkurs im Jahre 2000 existierte die Firma unter dem Namen „FORON.“

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Info

Die Fotos habe ich im DDR-Museum "Zeitreise" in Radebeul (geschlossen), im Grassimuseum für Angewandte Kunst Leipzig und im DDR-Museum Pirna aufgenommen.

© Fotos und Text: Sylvia Wentzlau

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DDR-Museum Radebeul
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Tischschleuder - ab hier DDR-Museum Pirna

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Ein guter Rat in puncto Bad!

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Das letzte Foto habe ich im Grassimuseum für Angewandte Kunst in Leipzig aufgenommen.

 

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